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M. Rheindorf

Helferrat

Bürokratie in Vereinen und Stiftungen: Der Helferrat entlastet!

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Bürokratie ist notwendig. Doch gerade für Ehrenamtler in Vereinen und Stiftungen ist sie oftmals ein mächtiger Bremsklotz. Der Helferrat, eine Gemeinschaft aus Beratern und Dienstleistern, Ehrenamtlern und Verantwortlichen in Vereinen und Stiftungen, haben sich zusammengetan, um dafür professionelle Lösungen zu finden und den Dritten Sektor zu stärken.

Bürokratie tut Not – aber wie viel?

Jedem Menschen begegnet Bürokratie, und dass nicht erst, wenn er älter wird. Es beginnt schon mit der Geburtsurkunde bei der Geburt. Auch bei einer Vereinsgründung startet das gemeinsame Wirken mit einer Urkunde – mit der Satzung der Gründungsversammlung. Es stellt sich also nicht die Frage, ob Bürokratie nötig ist. Die vielen Menschen, Vereine, Stiftungen, Unternehmen in Deutschland müssen verwaltet werden. Dafür bilden Gesetze und Verwaltungsvorschriften die Rahmenbedingungen, damit kein unübersichtliches Durcheinander entsteht. Mit Bürokratie werden die Entscheidungen der Politik umgesetzt und die öffentliche Ordnung und Sicherheit gewährleistet. Und die Zahl der Regelungen nimmt zu: Selbst Einrichtungen des Dritten Sektors müssen ein Transparenzregister pflegen.

Auch die Belastungen des Ehrenamtes durch Bürokratie in Vereinen, Stiftungen und anderen gemeinwohlorientierten Einrichtungen steigen seit Jahren stetig. Studien belegen, dass gut zwei Drittel der ehrenamtlichen Tätigkeit durch bürokratische Aufgaben belastet ist. Etliche Kultur- oder Sportvereine sind davon betroffen. Viele ehrenamtlich Tätige schrecken davor zurück, Verantwortung in den Vereinen zu übernehmen. Schließlich haftet ein Vorstand für sämtliche rechtlichen Versäumnisse. Ein Ende in Sicht? Wohl eher nicht!

Zwar machen sich viele Verbände, Politiker, Lobbyisten und Einrichtungen dafür stark, im Dritten Sektor die Bürokratie zu bekämpfen. Wir glauben allerdings, dass es nicht wirklich besser werden wird. Zudem werden die Aufgaben immer komplexer. Entsprechendes Fachwissen, Kompetenzen und nicht zuletzt zeitlicher Mehraufwand müssen bereitgehalten werden. Kann das Ehrenamt dies allein meistern?

Wir schätzen, dass vor allem kleinere Vereine unter der Bürokratie leiden: Datenschutz zum Beispiel oder Umgang mit Minderjährigen, Haftungsrecht, Versicherungen oder rechtliche Kriterien zum technischen Aufbau einer Vereinshomepage.

Helferrat – Gutes professionell tun

Wir glauben fest daran, dass Gutes professionell getan werden sollte. Der Mensch im Ehrenamt oder in der gemeinnützigen Organisation benötigt Unterstützung. Daher haben wir den Helferrat gegründet. Ein Rat, der Helfern mit Rat und Tat zur Seite steht. Bildung ist ein Weg und Begleitung und Unterstützung eine professionelle, weitere Lösung

Wir Mitglieder des Helferrates sind Berater und Dienstleister, Ehrenamtler und Verantwortliche in Vereinen und Stiftungen, die sich zu einer Gemeinschaft verbunden haben. Gemeinsam bauen wir passende Produkte und Dienstleistungen für den Dritten Sektor auf. So haben wir beispielsweise die „Zentrale Geschäftsstelle“ als Projekt entwickelt. Eine externe Geschäftsstelle, die zentral die Vereinsarbeit in allen wesentlichen Bereichen unterstützt.

Dabei können Vereine und anderen Einrichtungen die Delegation von bürokratischen Aufgaben entweder komplett an die „Zentrale Geschäftsstelle“ auslagern oder aus insgesamt acht Modulen das für sie individuell stimmige Geschäftsstellenkonzept zusammensetzen. Haftung und Arbeiten können delegiert werden, gleichzeitig erreicht man gerade für kleinere Vereine eine höhere Effizienz. Der Alltag des Ehrenamtlers kann wieder vom eigentlichen Vereinszweck getragen sein und Wirkung entfalten.

Ziel ist es, das teils gemeinnützige Projekt „Zentrale Geschäftsstelle“ in die Breite zu tragen. Es soll nach ausgiebiger Testphase als sogenanntes „Social Franchise“ auch in Ihrem Bundesland und Ihrer Region tätig sein. Somit können Ehrenamt nachhaltig gefördert und unsere Vereinskultur in Deutschland erhalten werden.

Wir, die Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH, haben gemeinsam mit Florian Brechtel von der Beratung für gemeinnützige Organisationen und der Stiftung Deutsche Stiftungskultur die Stiftung Helferrat ins Leben gerufen. Helfen Sie uns, die Arbeit für das Ehrenamt leichter zu machen – gerade in dieser Krisenzeit der Pandemie. Wir können auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, wenn Sie Berater im Dritten Sektor sind oder als Ehrenamtler professionelle Unterstützung benötigen.

Gemeinsam wird Gutes professionell getan.

Stiftungen und Immobilien

Stiftungen und Immobilien – die perfekte Kombination!

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Grundsätzlich können Stiftungen in nahezu alle Anlageklassen investieren. Stiftungen und Immobilien aber bilden eine besonders vorteilhafte Symbiose. Sie geben einen Zugang in eine völlig neue Denkwelt: Immobilien können ein schlaues Investment sein, um gemeinnützigen Zwecken zu dienen und sind zugleich ein Werkzeug, um familiäre, unternehmerische Ziele zu erreichen.

Anlagestrategie für Stiftungen und Immobilien planen

Stiftungen werden in der Regel mit einem angemessenen Stiftungskapital (Gründungsstock) ausgestattet, das erhalten bleiben soll und aus dessen Anlage Einnahmen generiert werden sollen. Damit lassen sich schließlich der Zweck der Stiftung und ihre Verwaltung finanzieren. Um diese Ziele zu erreichen, sollten die Verantwortlichen einer Stiftung ihre Anlagestrategie planen und in einer Anlagerichtlinie formulieren. Hier passt die alte, aber absolut richtige Anlageweisheit „Pack Deine Eier nicht alle in einen Korb“, sprich: Diversifikation in der Vermögensanlage ist wichtig!

Legen Sie das Stiftungskapital unter anderem in Immobilien an, haben Sie einen „weiteren Korb, um ihre Eier dort hineinzulegen“. Gerade für gemeinnützige Stiftungen hat die Anlage in Immobilien unter Umständen einen weiteren Vorteil. Neben den Einnahmen, die sie damit erzielt, kann die Immobilie auch selbst der Zweckverwirklichung dienen. Beispielsweise eine Stiftung, die alten und kranken Menschen hilft, kann zugleich Mieteinnahmen erzielen und vergünstigen Wohnraum im Sinne ihres Stiftungszweckes bereitstellen. Soweit die jeweilige Satzung dies zulässt, ist dieses sogenannte „Impact Investing“ eine gute Form Anlagenotwendigkeit und Zweckverwirklichung zu vereinbaren.

Die Immobilie im Eigentum einer Stiftung kann noch weitere Vorteile für das Stiftungsmanagement haben. Für eine ergänzende Finanzierung und entsprechende Hebelwirkung kann die Stiftung Darlehen akquirieren und dafür beispielsweise das Kaufobjekt als Sicherheit verwenden. Die Mieteinnahmen dienen der Entschuldung der Stiftung und die Immobilie wächst ins Vermögen. Eine Stiftung kann auch ein oder mehrere Darlehen des Stifters erhalten, und die Tilgungszahlungen an den Stifter dienen dessen Versorgung.

Immobilien als Vermögensvorsorge in privatnützigen Stiftungen

Privatnützige Stiftungen, insbesondere die Familienstiftung, können dem Vermögensaufbau in Immobilien dienen. Die Stiftung ist ein Vermögen, das sich selbst gehört. Daher gibt es hier anders als bei einer GmbH keinen direkten Besitzer und damit keine Gesellschaftsanteile. Familien- und Unternehmensstiftungen unterstützen und versorgen die beteiligten Familien, dienen zur Steuerung von Unternehmensbeteiligungen und zum Schutz der finanziellen Substanz. Familien- und Unternehmensstiftungen eröffnen zahlreiche Steuervorteile und Gestaltungsmöglichkeiten. Für strategisch denkende Unternehmer und Investoren können sie sogar ein eine Hebelwirkung zur Vermögensbildung sein.

Stiftungen zur Immobiliensteuerung können ein wesentliches Instrument im Werkzeugkasten des Unternehmers und Investors sein, um für sein Leben und darüber hinaus Vermögen aufzubauen und zu wahren, ohne sich den Gefahren von Macht- und Kapitalverlusten auszusetzen. Gleichzeitig ist die Familie über die Stiftung steueroptimiert unterstützt und versorgt.

Stiftungen können der Vermögensvorsorge dienen und dem Stifter einige Vorteile verschaffen, sollten jedoch nicht als Steuersparmodell betrachtet werden. Inwieweit sich die Vorteile für die Stifterin oder den Stifter ergeben und lohnen, lässt sich nur durch ein vertrauensvolles, kompetentes und individuelles Beratungsgespräch klären.

Beratung bei Rheindorf Stiftungsmanagement

Beim Thema Stiftungen und Immobilien arbeiten wir als Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH sehr gerne mit Ihren Beratern zusammen oder bringen entsprechende Experten mit an den Tisch. Als Experten im Stiftungsmanagement helfen wir bei der Findung Ihrer Anlagestrategie und Formulierung einer individuellen Anlagerichtlinie. Gerne begleiten wir auch den Kauf und Verkauf sowie die Verwaltung von Immobilien für Ihre Stiftung unter unserem Dach.

Offenland Stiftung

Offenland Stiftung: Corona fördert den Sinn für Natur- und Artenschutz

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Seit die Offenland Stiftung am 20. Juni 2018 im Leverkusener Naturschutzgebiet Gronenborn gegründet wurde, haben Wildbienen, Schmetterlinge und Wiesenblumen einen starken Unterstützer gewonnen.

Immer wieder berichten die Medien über das schnelle und plötzliche Absterben von Korallenriffen in weiten Teilen der Weltmeere, die Brandrodungen von Regenwäldern und die Trockenheit in Mitteleuropa berichtet. Das ist gut und wichtig. Die Offenland Stiftung aber setzt mit ihrer Arbeit einen Gegenpol und berichtet über positive Entwicklungen im Natur- und Artenschutz aus unserem unmittelbaren Umfeld. Das, was die Offenland Stiftung im letzten Jahr 2020 leisten und bewegen konnte, liegt direkt vor unserer Haustür – zum Entdecken und Mitmachen.

Offenland Stiftung verdoppelt Flächen für Artenschutz

2019 und 2020 hat die Stiftung die Flächen für den Artenschutz fast verdoppeln. Damit waren es sehr erfolgreiche Jahre für den Artenschutz in den Städten Leverkusen, Langenfeld und Leichlingen. Wichtige Ziele wie den Zugewinn neuer Flächen und somit die Grundsteinlegung für einen langfristigen Artenschutz hat die Offenland Stiftung erreicht. Allein im abgelaufenen Jahr 2020 hat sich die unter Vertrag stehende Fläche von rund zehn Hektar auf circa 20 Hektar verdoppelt. Davon entfallen auf Langenfeld 8,2 Hektar, was vor allem auf die Pflegevereinbarung mit der Stadt Langenfeld für den Landschaftspark Fuhrkamp zurückzuführen ist. In Leverkusen konnten 1,4 Hektar und in Leichlingen 0,2 Hektar dazugewonnen werden. Während die Flächenzuwächse in Langenfeld und Leverkusen auf die öffentliche Hand zurückzuführen sind, ist es besonders erfreulich, dass auch privaten Unterstützer Wiesen in Leichlingen zur Verfügung gestellt haben.

Dank vieler Helfenden ist es außerdem gelungen, die Pflege der Schutzgebiete aus dem Bestand der Leverkusener Ortsgruppe der Landesgemeinschaft für Naturschutz und Umwelt NRW zu übernehmen und fortzuführen.

Damit geht das Jahr 2020 nicht nur als „Corona-Jahr“ in die Geschichtsbücher ein. Denn mit der andauernden Pandemie einher geht für viele zugleich die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist. In diesem Zusammenhang hört und liest man immer wieder auch die Forderung „zurück zur Natur“. Diverse Umfragen bestätigen, dass sich die Bevölkerung wieder ein „Mehr“ an Natur wünscht. Das Anliegen der Stiftung, das Bewusstsein für den Natur- und Artenschutz zu stärken, erfährt dadurch einen besonderen Schub.

Stiftung auf Spenden angewiesen

Die Offenland Stiftung wird übrigens auch zukünftig auf Spenden und Zuwendungen angewiesen sein. Als weiteren Baustein der zukünftigen Finanzierung wurde die Möglichkeit der Nachlassspenden zum Beispiel als Vermächtnis oder Schenkung geschaffen.

Die Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH ist Treuhänder der Stiftung Offenland. Dadurch kann sich der Stiftungsvorstand und die ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter vollkommen auf die Stiftungszwecke und die Verwirklichung der Stiftungsziele konzentrieren. Die Verwaltung und das Stiftungsmanagement für die gemeinnützige Stiftung werden durch uns kompetent durchgeführt und das Stiftungsorgan bei Maßnahmen fachkundig beraten.

Sie wollen die Arbeit der Offenland Stiftung unterstützen? Es werden ständig ehrenamtliche Helfer gesucht. Gerne können Sie auch mit Spenden helfen.

Offenland Stiftung
Sparkasse Leverkusen
IBAN DE29 3755 1440 0100 1439 81
VR Bank Bergisch Gladbach Leverkusen e. G.
IBAN DE98 3706 2600 2020 0730 31

Was macht ein Treuhänder?

Was macht ein Treuhänder?

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Eine Treuhandstiftung ist genau genommen die „Ur-Form“ der Stiftung: Ein Stifter überträgt einem Treuhänder das Stiftungsvermögen, damit der es verwaltet und im Sinne des Stiftenden verwendet. Die Treuhandstiftung kommt durch einen entsprechenden Vertrag zwischen den beiden zustande. Dabei muss sich der Treuhänder an bestimmte Regeln halten: Ziel ist es grundsätzlich immer, das Vermögen zu erhalten und es für die Ziele und Zwecke einzusetzen, die in der Stiftungssatzung festgehalten sind. Der Treuhänder trennt deshalb unter anderem streng sein eigenes vom Stiftungsvermögen.

Die Treuhandstiftung als unselbstständige und nicht rechtsfähige Stiftung weist Besonderheiten und damit auch ein besonders Schutzbedürfnis im Vergleich zu rechtsfähigen Stiftungen auf:

  • Treuhandstiftungen bieten dem Stifter ein flexibles Gestaltungsmodell, das zwar weitgehend der rechtsfähigen Stiftung angenähert werden kann und doch nach der Errichtung veränderbar ist.
  • Treuhandstiftungen unterliegen nicht der staatlichen Stiftungsaufsicht mit der Folge, dass der Verwaltungsaufwand geringer ist. Dadurch bedürfen sie aber eines besonders kompetenten und vertrauenswürdigen Treuhänders.

Der Treuhänder bewährt sich in seiner Rolle als Dienstleister für den Stifter und tritt daher selbst in der Außendarstellung hinter den Stifter und die Stiftung zurück. Ein wichtiges Thema bei der Wahl des richtigen Treuhänders.

Unterschiedliche Ziele von Treuhandstiftungen

Selbstständige Stiftungen oder Vereine nehmen als Fundraising-Ansatz gerne Treuhandstiftungen unter ihrem Dach auf. Besonders bekannt sind beispielsweise Brot für die Welt, SOS Kinderdorf und Greenpeace. Unter dem Dach dieser Einrichtungen erhalten Sie die Möglichkeit, „ihre“ Treuhandstiftung verwalten zu lassen. Diese Treuhänderleistung wird angeboten, da die Treuhänderin in der Regel erwartet, dass wesentliche Mittel aus der Stiftung an sie selbst oder an gemeinsame Projekte gezahlt werden. Spätestens wenn der Stifter verstorben ist, geht die Entscheidung und oftmals auch die Mittelverwendung an die Zwecke der selbstständigen Stiftung oder des Vereins als Treuhänder.

Je nach Zweck der eigenen Treuhandstiftung kann das stimmig sein und für den Stifter passen. Der Stifter sollte nur klar erkennen, welche Ziele der Treuhänder mit seinem Dienstleistungsangebot verfolgt. Geht es dem Treuhänder um die Stärkung der eigenen gemeinwohlorientierten Arbeit oder wie beispielsweise bei Banken und Sparkassen um die der langfristigen Bindung der Vermögenswerte an ihr Haus und den Erträgen aus der Kapitalanlage?

Rheindorf Stiftungsmanagement als Treuhänder

Die Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH übernimmt die Treuhandschaft als freie, unabhängige Treuhandgesellschaft für rechtlich unselbstständige Stiftungen. Hierzu schließen wir mit der Stifterin oder dem Stifter einen Treuhandvertrag und erstellen eine Stiftungssatzung. Unsere Treuhandstiftungen können auf Wunsch des Stifters über eigene Organe verfügen, so dass der Einfluss des Stifters und deren Nachfolger gewahrt bleibt.

Die vertragliche Regelung ist so bemessen, dass im Hinblick auf das Dreiecksverhältnis zwischen Treuhänder, Stifter und Stiftungsgremien die jeweiligen Akteure die richtige Balance von Rechten und Pflichten haben. Zusätzlich ist das Spannungsverhältnis von Vermögenserhalt und Erwirtschaftung von Ertrag zur Erfüllung der Stiftungszwecke zu beachten. Stiftungen sind keine Steuerspar- oder Altersvorsorgemodelle und sollten als solche auch nicht vermarktet werden.

Der Stifterwille steht für uns an erster Stelle. Wir stellen uns als Treuhänder in den Dienst der vom Stifter gesetzten Zwecke und verwirklichen diese satzungsgemäß. Wir respektieren die Eigenständigkeit der Stiftung und vermischen nicht die eigenen Ziele mit denen der Stiftung.

Wir haben uns den Grundsätzen Guter Stiftungspraxis und den Treuhandverwaltungs-Grundsätzen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen unterworfen. Wir informieren Sie konkret, transparent und frühzeitig über die mit der Verwaltung einhergehenden Kosten. Wir geben Ihnen übersichtlich Auskunft über einzelne pauschale Leistungspakete, den jährlichen Basispreis und sonstige Beratungs- und Betreuungskosten. Kosten für die Vermögensverwaltung werden getrennt ausgewiesen. Die Vermögensverwaltung begleiten wir zwar, aber Dritte führen sie durch. Vermögenswerte Vorteile werden nicht angenommen. Wir agieren bankenunabhängig und in der Regel mit den Dienstleistern und Beratern unserer Stifterinnen und Stifter.

Als Treuhänder sorgen wir dafür, dass die Stiftungsgeschäfte im Sinne der geltenden Gesetze, Verordnungen und des Gemeinnützigkeitsrechts durchgeführt werden. Wir erstellen die Buchführung, die Rechnungslegung und stellen etwaige Zuwendungsbestätigen aus, sind für Förderungen, Förderprojekte, Projekte, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr zuständig.

Für uns ist eine angemessene sachliche und personelle Ausstattung der Treuhandstiftungsverwaltung zentrale Voraussetzung für die Erfüllung der Stiftungszwecke. Als unabhängige Treuhänder nehmen wir ein kontinuierliches Fort- und Weiterbildungsangebot für uns und unsere Mitarbeiter, aber auch für unsere Netzwerkpartner und Mitwirkende in Stiftungsgremien wahr.

Die Gründung gemeinwohlorientierter Stiftungen, ob rechtsfähig oder nicht, ist lebendiger Ausdruck von Freiheit und Verantwortung der Bürger. Unabhängig von der gewählten Rechtsform ist dieses bürgerschaftliche Engagement der Menschen nur zu begrüßen. Die Stifterinnen und Stifter können mit Recht erwarten, dass ihr Stifterengagement wirksam ist und langfristigen Bestand hat.

Die Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH ist ihre Treuhänderin – nachhaltig, kompetent und verantwortungsvoll.

 

Rechtsreform für Stiftungen

Geänderter Entwurf für Gesetz zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts liegt vor

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Die Kritik hat Früchte getragen: Nachdem die Bundesregierung im September letzten Jahres einen von Verbänden und Rechtswissenschaft scharf kritisierten Entwurf für ein Gesetz zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts veröffentlicht hatte, wurde Anfang Februar 2021 ein in wesentlichen Teilen geänderten Gesetzesentwurf vorgelegt.

Die wesentlichen Ziele des Gesetzentwurfes

Stiftungsrecht ist Landesrecht. Daher gelten in Deutschland 16 zwar gleichgeartete, in Teilen aber auch abweichende Formulierungen und Umsetzung der Regeln für Stiftungen. Ein im Wesentlichen einheitliches Gesetz wäre zu begrüßen. Da setzt der nun vorliegende Gesetzesentwurf an: Er will die Regelungen des Stiftungsprivatrechtes im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) stärker vereinheitlichen. So wären künftig bundeseinheitliche Vorgaben u.a. zu Namen, Sitz und Vermögen der Stiftung, zur Änderung der Satzung, zur Beendigung sowie zur Zusammenführung von Stiftungen abschließend im Stiftungsrecht des BGB geregelt.

Ein begrüßenswerter Punkt ist auch die Einführung eines neuen Stiftungsregisters, das zentral vom Bundesamt für Justiz geführt werden soll. Das wird im Stiftungssektor für mehr Transparenz sorgen. Ein Stiftungsregister, das ähnlich dem Vereinsregister oder dem Handelsregister aufgebaut sein kann, erleichtert den Rechtsverkehr für Stiftungen. Künftig werden sich die Verantwortlichen von Stiftungen über den Registerauszug legitimieren können und müssen nicht, wie heute nötig, entsprechende Vertretungsbescheinigungen ausstellen.

Für uns ist der Stifterwille das Herzstück einer jeden Stiftung und damit die oberste Richtschnur für das Handeln und Denken einer Stiftung. Selbst wenn die Regelungen der mit dem Stifter formulierten Satzung Fragen offenlassen, so ist der mutmaßliche Wille des Stifters stets relevant. Dieser Bedeutung kommt nun der neuerliche Gesetzesentwurf nach und regelt dies entsprechend.

Auch dass der aktuelle Regierungsentwurf künftig die Stifter- und Stiftungsfreiheit weiter hochhält und man zum derzeitigen Stand des Reformprozesses davon ausgehen kann, dass der Rechtsform Stiftung ihre Gestaltungsfreiheit erhalten bleibt, ist gerade für angehende Stifterinnen und Stifter von großer Bedeutung.

Der Gesetzesentwurf sieht außerdem eine flexiblere Regelung für Verbrauchsstiftungen vor. So wird eine Stiftung mindestens für zehn Jahre errichtet werden müssen, ein konkretes Enddatum ist jedoch nicht notwendig.

Die im ersten Entwurf angedachte verschärfte Behandlung von Vermögensumschichtungen scheint in der neuen Ausgestaltung vom Tisch. So können auch künftig Stiftungen durch Vermögensumschichtung erzielte Gewinne für die Zweckverwirklichung verwenden, sofern es keine einschränkenden Regelungen in der Satzung gibt.

Satzungsänderungen werden konkret definiert werden und damit abgestuft nach dem Grad der „Eingriffsintensität“ zugelassen. So sind Satzungsänderungen, die den Stiftungszweck nicht ändern, bereits zulässig, wenn sie der Zweckerfüllung fortan dienen.

Prägend für die Stiftung sollen künftig nur noch ihr Name und ihr Sitz, die Art und Weise der Zweckerfüllung sowie die Regelung zur Verwaltung des Grundstockvermögens sein. Gar die Änderung des Zwecks soll möglich sein, wenn die Stiftung ihren Zweck nicht mehr wirksam erfüllen kann und nicht damit zu rechnen ist, dass dies von der Stiftung in absehbarere Weise geändert werden kann. Damit wird die bisherige Bedingung der „endgültigen Unmöglichkeit“ nur noch für die Auflösung der Stiftung gelten.

Insgesamt scheint die Einführung des Stiftungsregisters mit Publizitätswirkung der Meilenstein des Regierungsentwurfes zu sein. Die Reform des Stiftungsrechts wird nicht zum 01.01.2022, sondern erst zum 01.07.2022 in Kraft treten. Das lässt vor allem bestehenden Stiftungen die notwendige Zeit, ggf. Satzungen anzupassen. Außerdem benötigen auch die einzelnen Bundesländer Zeit, ihre Landesstiftungsgesetze zu ändern. Die Vorschriften zu dem neuen Stiftungsregister sollen erst zum 01.01.2026 in Kraft treten.

Aber zunächst muss der Regierungsentwurf nun dem Bundesrat zur Stellungnahme vorgelegt werden. Nach Gegenäußerung der Bundesregierung ist dann der Bundestag am Zug. Es bleibt also weiterhin spannend auf dem Weg zu einer bundesweiten Reform des Stiftungsrechts.

Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden und stehen Ihnen gerne für Fragen rund um Ihre Stiftung zur Verfügung.

 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Michael Rheindorf
0214 69 00 66 40
0176 315 008 06